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Sin City


Sin City

Artikelzusammenfassung

Willkommen in Sin City! Diese Stadt begrt die Harten, die Korrupten, die mit den gebrochenen Herzen. Einer von ihnen ist Marv ein riesiger Schlgertyp, der fr eine einzige Nacht das Glck in den Armen einer Frau findet. Am Morgen liegt sie ermordet neben ihm und Marv sinnt auf Rache um jeden Preis. DwightsProblem ist Jackie Boy der psychopathische Ex-Lover seiner Geliebten, den er aufhalten muss. Fr John Hartigan bleibt nur noch eine Stunde, bis der letzte aufrichtige Cop von Sin City seine Marke abgibt. Doch davor gilt es noch, ein kleines Mdchen aus den Fngen eines Perversen zu retten und ihm die Waffen abzunehmen alle Waffen. Kultregisseur Robert Rodriguez schuf gemeinsam mit Sin City-Schpfer Frank Miller, Gastregisseur Quentin Tarantino und einer sensationellen Besetzung nicht nur die spektakulrste Comicverfilmung aller Zeiten, sondern einen Film mit Kultstatus.

Der ebenso brutale wie atemberaubende Sin City ist Robert Rodriguez’ erstaunlich realisierte Version der Comics von Frank Miller. In der ersten der drei lose miteinander verknüpften Geschichten versucht Marv (Mickey Rourke in heftigem Makeup) die Mörder einer Frau zu finden, die er tot in seinem Bett fand. In der zweiten Geschichte geht Dwights (Clive Owen) Versuch, eine Frau aus den Händen eines brutalen Schlägers zu befreien, schrecklich schief und droht den wackeligen Waffenstillstand zwischen Polizei, den Gangstern und den Frauen von Old Town zu zerstören. Zuletzt rettet ein alternder Polizist (Bruce Willis) an seinem letzten Arbeitstag ein junges Mädchen vor einem Entführer, wird aber selbst inhaftiert. Jahre später erhält er Gelegenheit, sie erneut zu retten.

Sin City, der auf drei von Millers berühmten und sehr fiesen Comics (The Hard Goodbye, The Big Fat Kill und That Yellow Bastard) beruht, ist ohne Frage die werkgetreueste Comicverfilmung bislang. Jede Einstellung wirkt wie ein Stück aus der Vorlage, und Regisseur Rodriguez (der das Ganze eher als "Übersetzung" denn als Adaption betrachtet) trat aus der Director’s Guild aus, damit Miller auch als Regisseur genannt werden konnte. Wie in den Büchern ist der Film in kräftigem Schwarz-Weiß gehalten, mit ein paar gelegentlichen Farbausbrüchen (die roten Lippen einer Frau, das gelbe Gesicht eines Bösewichts). Die Hintergründe sind ausschließlich am Computer erschaffen worden, dies aber nicht selbstzweckhaft, sondern um Millers raue Stadtlandschaften perfekt wiederzugeben. Das mag das Einzige sein, was Zuschauer, die noch nicht Fans der Comics sind oder von Kill Bill abgeschreckt wurden (dessen Regisseur Quentin Tarantino eine Sequenz von inszenierte), vielleicht im Wege stehen könnte. Außerdem handelt es sich um eine zwielichtige, bittere Welt, wo die Helden Killer sind, Korruption regiert, und fast alle Frauen entweder Prostituierte oder Stripperinnen sind. Aber Millers Geschichten sind mitreißend, und die riesige Besetzung – darunter Jessica Alba, Jaime King, Brittany Murphy, Rosario Dawson, Benicio Del Toro, Elijah Wood, Nick Stahl, Michael Clarke Duncan, Devin Aoki, Carla Gugino und Josh Hartnett – ist beinahe perfekt. (Lediglich Bruce Willis und Michael Madsen, die sehr gut in ihre Rollen passen, scheinen sich nicht wirklich von jenen Charakteren lösen zu können, welche sie für gewöhnlich in Filmen verkörpern.) Als – wie Rodriguez hofft – erster Teil einer Filmreihe ist Sin City wirklich eine herausragende Leistung. --David Horiuchi

Der Film ist die beste Comic-Verfilmung aller Zeiten. "Sin City" hält sich an die Vorlage, ahmt Einstellungen des Comics nach und transportiert sie in ein anderes Medium. Robert Rodriguez verwirklicht die Vision von Frank Miller kompromisslos und erschafft einen Film, der wie "Sin City" selbst ist: düster, verdorben, schwarzhumorig und vor allem eins, unglaublich brutal. Dabei konzentrieren sich Rodriguez und Miller nicht nur auf eine Geschichte, sondern adaptieren drei der Comic-Vorlagen ("Sin City" — 1993, "The Big Fat Kill"- 1995, "That Yellow Bastard" — 1997; auf deutsch bei Cross Cult erschienen). Auf außergewöhnlich geschmeidige Art und Weise werden die drei Folgen miteinander verbunden und ergeben das Porträt einer Stadt, deren Bewohner nie auch nur den Hauch einer Chance gehabt haben. Zu entscheiden, welche der Geschichten die Beste ist, ist mühselig. Sie sind alle auf ihre Art außergewöhnlich, wobei "The Big Fat Kill" mit Clive Owen die Nase ein wenig vorn hat. Schlichtweg genial ist Mickey Rourkes Darstellung als Marv, dem tumben Gladiator der Stadt, der ohne Gewissensbisse tötet. Der visuell extrem aufreg

Nachdem Cop Hartigan zum Schutz eines elfjährigen Entführungsopfers einen Senatorensohn entmannt und dabei schwer verletzt hat, wandert er für acht Jahre hinter Gitter. Wieder auf freiem Fuß sucht er den Unhold, um ihn für immer aus dem Verkehr zu ziehen. Auch der entstellte Hüne Marv befindet sich auf einem Rachetrip, nachdem man eine Prostituierte in seinem Bett ermordet hat. Im dritten Plot geht es dem Ex von Kellnerin Shellie an den Kragen. Sein Tod bringt das fragile Gleichgewicht im Sündenpfuhl Sin City ins Wanken.

Robert Rodriguez ist als Drehbuchautor, Kameramann, Cutter und Regisseur gemeinsam mit seinen Co- und Gast(!)-Regisseuren Frank Miller/Quentin Tarantino ein optisch einzigartiger Horrortrip gelungen, der visuell, aber auch im Übermaß an roher Gewalt seinesgleichen sucht. Die geniale, präzise umgesetzte Film-noir-Optik und Stars wie Bruce Willis, Mickey Rourke und Elijah Wood sowie die Augenweiden Jessica Alba, Rosario Dawson und Brittany Murphy werden Comic-Fans und Rodriguez/Tarantino-Adepten begeistern. Die "Recut"-Version trennt die Episoden und fügt rund 15 Minuten hinzu.

Robert Rodriguez ist ein Mann der Extreme. Extrem flexibel und facettenreich, wie seine von 'El Mariachi' über 'From Dusk Till Dawn' hin zur 'Spy Kids'-Saga reichende Karriere attestiert. Extrem vielseitig talentiert, belegt durch seine Vorliebe, als Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann, Cutter und Komponist seiner Filme zu fungieren. Mit seiner visuell faszinierenden, (Kult-)Star besetzten, cartoonhaft ultra-gewalttätigen und mit Galgenhumor gespickten Adaption von Frank Millers Comic 'Sin City' muss der Liste der Extreme nun auch extrem innovativ und vorlagengetreu hinzugefügt werden.

Denn Rodriguez war daran gelegen, das hartgesottene Neo-Noir-Comicuniversum Millers mit seinen ehrbaren Gangstern, kannibalischen Killern, desillusionierten Cops, korrupten Politikern und käuflichen Frauen ganz nach der Vision des Schöpfers zu realisieren. Um ihm einen Koregie-Credit einräumen zu können, trat Rodriguez sogar aus der Regiegewerkschaft aus. Bevor es soweit war, galt es für Rodriguez zunächst den skeptischen Comicautoren (er kreierte u. a. 'Daredevil', 'Elektra' und die düstere Fortführung der 'Batman'-Saga) zur Zusammenarbeit zu bewegen. Dies vollbrachte er mit der nun als Prolog dienenden Verfilmung von Millers Story 'The Customer Is Always Right' mit Josh Hartnett als poetischem Hitman auf den Häuserdächern der trostlosen Sin City. Wie der Rest des Films wurde die Sequenz mit HD-Digitalkameras vor Green Screen aufgenommen. Sämtliche Backgrounds wurden hinterher digital eingefügt. Die kontrastreichen Schwarzweiß -Aufnahmen versah man mit spärlichen, dafür umso eindrucksvolleren Farbeffekten. Das ästhetisch atemberaubende Ergebnis ist das schwarzweiße Pendant zum sepiagetönten 'Sky Captain and The World of Tomorrow'. Damit überzeugte Rodriguez nicht nur Miller, sondern auch Bruce Willis, Clive Owen, Benicio Del Toro und Mickey Rourke waren Feuer und Flamme. Letzterer kann in seiner Rolle als klotziger Antiheld Marv, der einen Amoklauf durch den Sündenpfuhl von Basin City begeht, um den Mord an dem von ihm angehimmelten Callgirl Goldie zu rächen, ein formidables Comeback im Stile von John Travolta in 'Pulp Fiction' verbuchen. Durch die Performance des zeitweiligen Amateurboxers Rourke, der meisterhaft Gefühl, Gewalt und Galgenhumor balanciert, wird seiner Story dramatische Punch verliehen. Bruce Willis hingegen wirkt als angeschlagener Cop Hartigan, der ebenfalls ein Herz für das schwache Geschlecht in Nöten hat, wie eine klassische Bogart-Figur. So will er die madonnenhafte Stripperin (Jessica Alba) vor dem irren Sexualtäter Yellow Bastard (Nick Stahl) bewahren, vor dem er sie bereits vor Jahren gerettet hatte. Der dritte Erzählstrang widmet sich dem ebenfalls frauenfreundlichen Dwight (Owen), der sich wegen seiner neuen Freundin (Brittany Murphy) mit dem fiesen Jackie-Boy (Del Toro) anlegt. Eine grotesk überzogene Autofahrt der beiden, in der Jackie-Boy einen Revolverlauf in der Stirn stecken hat, wurde von 'Gastregisseur' Quentin Tarantino mit Sinn für Blood, Guts and Gore inszeniert. Selbstverständlich geizt auch Rodriguez in dieser Hinsicht nicht. Neben Schießereien und Prügeleien, inklusive Enthauptung, Amputation, Strangulation, Aufspießung, Kannibalismus, Kastration und Samurai-Schwertschnetzeleien, wartet er in bester Exploitation-Manier auch mit viel nackter Haut auf. Dabei ist all dies genauso over the top wie die jeweiligen Voiceover und Dialoge, die eine Hommage an die klassische Noir-Tradition von Raymond Chandler und Dashiell Hammett sind. Insgesamt ein sündhaft irrwitziger Thrillride, der als eine der am faszinierendsten zum Leinwandleben erweckten Comicadaptionen bezeichnet werden darf. ara.

Robert Rodriguez' Pulp-Noir-Extravaganza: Die vorlagentreue, starbesetzte Adaption von Frank Millers Kultcomic.

s/w Willkommen in Sin City! Diese Stadt begrüßt die Harten, die Korrupten, die mit den gebrochenen Herzen. Einer von ihnen ist Marv, ein riesiger Schlägertyp, der für eine einzige Nacht das Glück in den Armen einer Frau findet. Am Morgen liegt sie ermordet neben ihm und Marv sinnt auf Rache - um jeden Preis. Dwights Problem ist Jackie Boy, der psychopathische Ex-lover seiner Geliebten, den er aufhalten muss. Für John Hartigan bleibt nur noch eine Stunde, bis der letzte aufrichtige Cop von Sin City seine Marke abgibt. Doch davor gilt es noch, ein kleines Mädchen aus den Fängen eines Perversen zu retten und ihm die Waffen abzunehmen - alle Waffen.

Die Meinung des Kunden

genial

ich fand den film genial
auch wenn er extrem gewalttätig ist, ist der film ein genuss.
aufgrund des extem coolen textes und das dauerhafte schwarz-weiß (auch mal rot)ist der film sehr spannend.
in meiner filmsammlung ist er ein echter "MUSS" film

Super Film mit Super Besetzung

Einfach nur hammer gemacht. Besonders durch die tolle Besetzung: Bruce Willis (Stirb langsam), Jessica Alba (Fantastic Four), Brittanmy Murphy (Sag kein Wort), Elijah Wood (Herr der Ringe), Josh Hartnett (Lucky Number Slevin), Mickey Rourke (Der schöne Johnny) Alexis Bledel (Gilmore Girls), Clive Owen (Shoot ém up), Carla Gugino (Nachts im Museum), Michael Madsen (Species) und Michael Clarke-Duncan (The green Mile). Der Film ist ein Muss.

Frodo goes Psycho! (Spoiler!!)

Man kann Elijah Wood ja schon irgendwie verstehen. Er drohte für immer und ewig an seinem Image als treudoofer Hobbit hängenzubleiben, der zusammen mit seinem noch treudooferen Lebensabschnittsgefährten durch Mittelerde stolpert, um eben diese vor den bösen Mächten der Finsternis zu retten. Also entschied sich Wood für den im wahrsten Sinne des Wortes brutalstmöglichen Bruch mit seiner Vergangenheit und schlüpfte in der Comicverfilmung "Sin City" (2005) von Robert Rodriguez in die Rolle eines schweigsamen Psychopathens mit der Fähigkeit, sich lautlos und blitzschnell zu bewegen, der sich die Zeit damit vertreibt, Menschen zu essen und dafür am Ende selbst grausam gefoltert und noch lebend an einen Wolf verfüttert wird. Wenn das Sam wüsste...

Die ästhetisch beeindruckende und ultrabrutale Comicverfilmung besteht aus drei Plotlinien, die allesamt in Sin City, einem riesigen und düsteren Moloch, spielen: Der raue aber ehrliche Cop Hartigan (Bruce Willis) will die elfjährige Nancy Callahan aus den Fängen des Vergewaltigers Roark, jr. (Nick Stahl) befreien. Ihm gelingt es tatsächlich, Roark, jr. die Genitalien wegzuschießen. Anschließend wird er jedoch von seinem korrupten Partner niedergeschossen. Da Roarks, jr. Vater ein hochrangiger Senator ist, kommt Hartigan hinter Gitter. Acht Jahre später kommt er frei und macht sich auf die Suche nach Nancy (Jessica Alba), die sich zu eine wahren Schönheit gemausert hat. Doch auf seinen Fersen befindet sich Roark, jr, der sich inzwischen in ein stinkendes, gelbes Etwas verwandelt hat und pervers ist wie eh und je. Da bleibt für Hartigan also noch etwas zu erledigen...

Marv (Mickey Rourke) ist ein potthässlicher Zwei-Meter-Koloss mit Superkräften, der eine Nacht mit der wunderschönen Goldie (Jaime King) verbringt, die in seinen Armen schlafend ermordet wird. Marv schwört blutige Rache. Unter Anwendung zahlreicher Foltermethoden kommt er dahinter, dass Kardinal Roark (Rutger Hauer), der Bruder des Senators, hinter der Sache steckt. Auf dessen Farm trifft er auf Goldies Mörder Kevin (Elijah Wood), den er grausam foltert und umbringt. Selbiges Schicksal ereilt natürlich auch Roark himself. Doch die Polizei ist schon auf Marvs Spuren...

Dwight (Clive Owen) ist von Jackie Boy (Benicio Del Toro), dem Ex seiner Freundin, wenig begeistert. Er folgt Jackie Boy und seinen betrunkenen Freunden nach Old Town, das unter der Kontrolle der Prostituierten steht. Diese erwarten Jackie Boy bereits. Die bildhübsche Miho (Devon Aoki) schlachtet die vier Grobiane nach allen Regeln der Kunst ab. Problem: Jackie war ein Polizist und somit eigentlich Tabu für die Mordlust der Liebesladies. Als ein paar Söldner Jackies Kopf klauen, versuchen Dwight und die Oberprostituierte Gail (Rosario Dawson) alles, um ihn wiederzubekommen, um den Frieden in Old Town zu bewahren.

Man sieht schon: "Sin City" ist sinnfreies Popcornkino der Extraklasse mit starken Männern, hübschen Frauen, noch hübscheren Frauen, unendlich viel Gewalt, einer herausragender Ästhetik und wirklich guten Schauspielern, was den Film auch für Nicht-Comicfans zu einem Erlebnis macht. Als der Film erschien, wurde natürlich darüber diskutiert, inwiefern es überhaupt legitim ist, derart explizite Gewaltdarstellungen ohne kritische Distanz als rein ästhetisches Mittel zu inszenieren. Das möge jeder für sich entscheiden. Mir hat der Film auf jeden Fall gefallen.

Comicverfilmung mit der Wirkung eines Anästhetikums

Nachdem ich bereits den Film "300" gesehen hatte, der mir sehr gut gefallen hatte, wollte ich nun endlich die andere Verfilmung eines Frank Miller Comics nämlich "Sin City" anschauen, da ich den im Kino verpasst hatte.
Ja, ich weiß, ich weiß, "Sin City" war zuerst, dann erst kam "300". Ich hatte mir die Filme aber zufällig in anderer Reihenfolge angesehen, und das war auch gut so. Hätte ich es anderes herum gemacht, hätte ich mir wahrscheinlich den Film "300" erst gar nicht angetan.

Was mich nämlich noch beim Film "300" gefesselt und begeistert hatte, die opulenten, kunstvoll inszenierten, wie gemalt wirkenden Bilder, jedes einzeln schon ein arrangiertes Kunstwerk für sich, die sich zu einem gesamt ablaufenden Film von beeindruckender Intensität zusammenfügten, das ganze basierend auf einer wahren, historischen Begebenheit von höchster Dramatik und Tragik, das sich so oder ähnlich tatsächlich zugetragen hatte, auf jeden Fall mit dem gleichen Ausgang, der Auslöschung der kompletten spartanischen Truppe, das alles zusammen war eine grandiose filmische Umsetzung der gezeichneten Comic-Vorlage.

Das gleiche hatte ich so oder ähnlich auch von "Sin City" erwartet, nicht minder wegen der vielen positiven Kritiken und Meinungen, wie Beste Comicverfilmung, Kult, Gesamtkunstwerk, Film Noir, atemberaubend, außergewöhnliche farbliche (???) Umsetzung, usw., usw. Aber oh je, was für eine Enttäuschung, vielleicht auch wegen der zu großen Erwartungen. Ich kann nur schildern, wie der Film auf mich gewirkt hat, nämlich entsetzlich langweilig. War ich froh, den nicht im Kino gesehen zu haben. Denn mangels visueller Ablenkungsmöglichkeiten oder einer Fernbedienung mit Schnellvorlauf hätte ich dort unmöglich zwei Stunden ausgehalten. Der Film wirkte auf mich nur narkotisierend einschläfernd und mich hätte mit Sicherheit der Schlaf übermannt. Zu Hause auf dem Sofa kann man mal schnell vorspulen oder zum aufputschenden, sehr interessanten Wort zum Sonntag zappen und dann wieder zurück, bevor einen die Handlung des Films dahindämmern läßt.

Anfangs fand ich die Stimmung der Bilder eigentlich noch ganz interessant, wie mit der schwarz-weißen Darstellung und einigen farbigen Tupfern, meistens rot bei Blut oder Frauenmündern, diese trostlose, düstere und bedrückende Atmosphäre geschaffen wurde, um der realistischen Umsetzung der Comic-Vorlage gerecht zu werden und einen umfassenden Rahmen für die verschiedenen Handlungsstränge zu bilden. Ich habe auch noch versucht einen Sinn oder Logik in den unsinnigen Handlungen der Akteure zu erkennen (warum eigentlich hat Josh Hartnett die Frauen erschossen?). Je länger der Film aber dauerte, desto trüber und deprimierender wurde auch meine Einstellung, irgendwann zerschmolzen die schwarz-weißen Bilder zu einem monotonen Einheitsbrei und wirkten wie ein optisches Dauergequassel, dem man irgendwann nicht mehr zusehen möchte, drückten nur auf meine eigene Stimmung und Gemüt, und ich musste ab und zu den Blick vom Schirm nehmen und auf die dahinter liegende, spannend gemusterte Rauhfasertapete blicken um mental nicht wegzudriften und den Blick wieder auf die Spur der Handlung zu bringen. Weshalb, wieso und warum die Akteure dann so agierten, wie sie es taten, war mir dann irgendwann auch egal. Die Geschichten wirkten auf mich gar nicht interessant, sondern einfach nur langatmig und langweilig. Ich war irgendwann nur froh, mit schnellem Vorlauf den Film hinter mir zu haben. Also das war nix.

Aus dem ganzem Durcheinander und der zum Teil irren Absurdität der Handlungen kann ich hier nur zwei Schauspieler positiv hervorheben.
Zunächst einmal, wie immer, Bruce Willis, der mit seinem Zwei-Mimiken-Ausdruck hervorragend in diesen Zwei-Farben-Film passt. Nur damit keine Kritik aufkeimt, ich mag Bruce Willis und sehe ihn sehr gerne, sowohl in seinen Action-Filmen (Die hard, Last boy scout, Hudson Hawk, etc.) als auch in seinen subtileren, mysteriösen Rollen (Sixth Sense, Unbreakable, Color of night, etc.). Er hat aber halt nur zwei Gesichtsausdrücke drauf, den ernsten, für die bösen Jungs (wobei er da auch irgendwie leicht verschmitzt zu schauen scheint) und den heiteren. Aber hier spielt er nur einmal mehr sich selbst, den einsamen, harten Kerl, den "tough guy" der alles alleine regelt.
Als zweites, Mickey Rourke. Nie sah er so gut aus wie in diesem Film. Er hätte sich das Abschminken nach dem Drehen sparen sollen, dann bräuchte er auch keine weiteren Faceliftings mehr.
Ansonsten wundert es mich nicht, dass in Comic-Verfilmungen dieser Art immer die halbe Hollywoodriege auftritt. In solchen Filmen wird kein besonderes schauspielerisches Talent oder eine emotionale, darstellerische Leistung gefordert. Und was nicht passt, wird nachträglich am Computer noch passend gemacht, daher eine leicht verdiente Gage.

Mein Fazit: Nicht jede große Comic-Vorlage eignet sich gut für eine Verfilmung. Was in der gezeichneten Form eines Comics vielleicht noch zu faszinieren vermag, die bildhafte Darstellung einer trostlosen und düsteren Umwelt mit genauso agierenden Akteuren, in einem Buch, das man nach Belieben zuklappen und wieder öffnen kann, wieder von vorne lesen kann, durch langsame Betrachtung und Aufnahme das Geschehen dem eigenen Verständnis anpassen kann, das läßt sich eben nicht so einfach auf die Leinwand bringen. Der Ablauf der Darstellung wirkt in der filmischen Umsetzung schnell öde, stumpf und langweilig.
Ich kann den Film nur wirklichen Comic-Enthusiasten oder Film-Masochisten empfehlen (daher die zwei Sterne).
Aber vielleicht werde ich mir den Film irgendwann nocheinmal anschauen, dann aber erst ein paar Aufputschmittel einwerfen, um mir den Film komplett anschauen zu können, soviele positiv eingestellte Rezensenten können doch nicht irren!

Ich hasse Schwarz-Weiß-Filme...

...vor allem, wenn sie zum Teil in Farbe sind!

Erstaunlich, da spielen eine Liste von berühmten Schauspielern mit - und trotzdem ist dieser Film total langweilig. Diese agieren nämlich mit einem eigenartigen Desinteresse, welches vielleicht "cool" wirken soll, in meinen Augen aber eher peinlich und aufgesetzt ist.
Einen roten Faden kann man beim besten Willen nicht erkennen, da sich der Film eher auf sinnlos aneinander gereihte Schießereien und bestialische Brutalität konzentriert, als auf schlüssige Handlung.

Bruce Willis spielt einen absoluten Klischeecop (kurz vor der Pensionierung, welch' Überraschung!), dessen Handlungen sich auf machohafte Selbstjustiz stützen und natürlich alle paar Minuten durch einen coolen Spruch ergänzt werden.
Clive Owen bietet in diesem Film auch keine große Überraschung. Er ist ebenso farblos (haha, welch Schenkelklopfer) wie in "Hautnah".
Jessica Alba agiert wie man es von ihr gewohnt ist: schlecht.
Der einzige Lichtblick ist unser Hobbit Elijah Wood, wobei man hier bemerken muss, dass sich seine Rolle auf herumhüpfen und Leute töten, respektive essen, beschränkt (das war lustig).

Abgesehen von der platten Story und den schon erwähnten miesen Schauspielern, möchte ich nur noch anmerken, dass es einer bodenlosen Frechheit gleicht, in Tagen von Farbkino in High Definition einen Schwarz/Weiß Film rauszubringen. Da fallen einem ja die Augen raus...

Fazit: Ich weiß nicht, wie dieser Film (in schwarz/weiß!!!!) wirken will, aber ich weiß wie er auf mich wirkt: grottig.

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